Vermittlungen der internationalen Gemeinschaft

Aserbaidschan wurde 1991 unabhängig und 1992 von der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE, nach dem 1. Ja - nuar 1995 umbenannt in OSZE) und von den Vereinten Nationen (UNO) in den Kreis der Staaten der internationalen Gemeinschaft aufgenommen, was ein Beleg dafür ist, dass die UNO-Mitglieder und die OSZE-Teilnehmerstaaten die Souveränität und die territoriale Integrität Aserbaidschans in seinen gegenwärtigen Grenzen anerkennen. Veranlasst durch die Verpflichtungen der Schlussakte von Helsinki zur Enthaltung von gegen die territoriale Integrität eines Staates gerichteten Androhung oder Anwendung von Gewalt und durch das Bekenntnis zur friedlichen Beilegung von Streitfällen, das beim Gipfeltreffen der KSZE in Paris 1990 bekräftigt wurde, stimmte Aserbaidschan einer Streitbeilegung unter der Ägide der OSZE zu. Die OSZE war mit den folgenden Instrumenten an der Aushandlung einer Lösung beteiligt:

a) den relevanten Beschlüssen der Gremien, den Konflikt einer Lösung zuzuführen,
b) Verhandlungen unter der Ägide der Minsker Gruppe der OSZE,
c) der Hochrangigen Planungsgruppe (High Level Planning Group- HLPG) und
d) dem persönlichen Vertreter (Personal Representative — PR) des Amtierenden Vorsitzenden der OSZE (Chairman-in-Office — CiO) für den Konflikt, mit dem sich die Minsker Konferenz befasst.

Die Erwartungen waren sehr hoch, als sich die KSZE 1992 in die Lösung des Konfliktes einschaltete. Nahezu 18 Jahre sind seither vergangen - das Problem ist noch immer ungelöst, und die OSZE konnte bisher nichts bewirken.